Montag, 31. Dezember 2007

+++Spiele nicht mit dem Orchester, das im Wahnsinn musiziert!

+++Verstandlose Verstaendigkeit zerbricht irrwitzige geistige Konstruktion
Weihnachten zog vorrueber.
Die Weihnachtstage zogen vorrueber.
Die gesamte Zeit, bis jetzt, 3 1/2 Stunden vor dem Beginn des neuen Jahres zog vorbei, unbeachtet, geduldet.
Wir fuhren letzten DOnnerstag zu Margarets Familie.
Hier ist, was wir taten: .
Toll, wa?
Naja gut, es war ein wenig mehr. WIr waren in einer katholischen Kirche. Das war gruselig. Zuende hoben alle die rechte Hand und faselten ein gemeinsames Gebet. Ich hoerte nicht hin, in meinem Kopfe explodierte eine Blase aus Erinnerungen, zusammengestellt aus Videos und Bildern aus dem Geschichtsunterricht.
Schreie, Jubelrufe, alles zusammen gedrueckt ueber Jahre der Schuldzuweisung.
Wie auch immer.
Hier kommt mein Jahresrueckblick, aber erst der Song des Tages (die Ueberschrift kommt uebrigens aus "der Teufel" von den Grabnebelfuersten): Ein Jahr im Leben des Todes von Eisregen.

Ein Jahr Im Leben Des Todes Lyrics by Eisregen

Januar, Sturmflut in Hawaii
Dreihundertneunzig Opfer
Der Startschu fr das neue Jahr
Februar, Flchenbrand im Outback
70 Tote in zehn Stunden
Australien hlt den Atem an
Mrz, Flugkatastrophe ber Irland
Zweihundertachtzig Leichen
Regnet es in Teilen
April, berschwemmung in Bangladesh
104 sterben in den Fluten
Dies ist nur die offizielle Zahl
Der Mai bringt uns ein Bombenattentat
Der Mnchner Bahnhof war sein Ziel
Dort fhrt keiner mehr - Eisenbahn...
Juni, ein warmer Monat
In London geht der neue Ripper um
Ein Opfer jede Vollmondnacht
Juli, Rassenterror in New York
Schwarz und Wei diskutieren ihre Farbe
43 reden nicht mehr mit
Im August geht ein tanker unter
Die ganze Nordesee stinkt nach l
Und die Besatzung mittendrin
September, Ebola kommt nach gypten
Dort bleibt der Virus ein paar Wochen
Bevor er ein Land weiterzeiht
Oktober, eine Nation strahlt
Die Welt hlt den Atem an
In Rumnien ging ein Kraftwerk hoch
November, Amoklufer in Barcelona
30 Tote in der Innenstadt
Keiner wei, warum er dies tat
Der Dezember bringt den ersten Schnee
Wei bedeckt er all die Grber
Das, was der Tod geschaffen hat
Das alte Jahr nhert sich seinem Ende
Ein Jahr, wie es viele zuvor gab
Ein Jahr im Leben des Todes...
Januar.
Das Jahr 2007 fuehlt sich an, wie das davor. Es wird eingeleitet mit Kater, verlorenem Zahn und einem Filmriss.
Stunden zuvor habe ich under anderem mit Meli und Felix auf der Strasse gehockt und Schwefelverbindungen hoch gejagt.
Der Monat geht weiter und die Dichte der Treffen mit Meli nimmt zu und am 31. um exact 17 Uhr finden wir die Courage, uns zu kuessen.
Was ich nicht wusste, war, dass das eines der absolut BESTEN Kapitel meines Lebens einlaeuten sollte.

Februar.
Ich verbringe ein Wochenende bei meiner Patentante, fahre zum ersten Mal den Weg nach Haenigsen, der sich spaeter so tief in mein Gedaechtnis einbrennen sollte, dass ich heute manchmal aufwache, weil ich vom suesslichen Geruch der Felder oder vom Waldpfad nach Dachtmissen traeumte.

Maerz.
Vor den Ferien ist Scotts Mittelseminar, auf dem ich auch bin und damit zum ersten Mal in Berlin.
Zwei Wochen spaeter ist HARDCORE THEATERFREIZEIT, die zwar nicht ganz so geil war wie die Freizeiten zuvor, vorallem wegen der schweren nostalgie und Melancholie, doch war es wieder mal eine tolle Sache.
Meine Fam + Meli verbringen die Ferien teilweise im Hause meiner Oma, Meli ist mit dabei. Ein erstes Mal verlasse ich sie nicht fuer die Nacht. Andere Erinnerungen, wie der Hamburger Fischmarkt oder die Tour mit Scotty durch die Herbertsgasse werden nie vergessen werden.

April.
Mein Vorbereitungsseminar bringt Hoffnung, Vorfreude, Zwiespalt. Soll ich mich freuen, zu gehen? Soll ich mich freuen, mein Liebling fuer 10 Monate allein zu lassen?
Der Gedanke daran rueckt naeher mit jeder Minute.

Mai.
Was war im Mai? Irgendwas? Keine Ahnung. Kann mich an nichts erinnern, was ich wirklich mit der oeffentlichkeit teilen wuerde, wenn ihr wisst, was ich meine.

Juni.
Mein Geburtstag zieht ungefeiert vorbei, doch feiern meine Brueder ihre Geburtstage nach.
Eine wunderbare Nacht des Feierns.
Wieder ruecken alle Gedanken an eine schwierige Zukunft sind abgerueckt und scheinen fuer immer fort.

Juli.
Erst kommt meine Nachfeier, dann Scotts. Ich weiss nicht mehr, welche von beiden besser war.
Ich weiss nur, dass mich die Erinnerungen an die beiden Abende (und morgende :D "Auferstanden aus Ruinen", gell, Salome? ^^) an den Rand eines Weinanfalls bringen koennen.
War schonmal geil, Ende des Monats kommen Scotts Eltern.
Alles wird enger und mit seiner fuer ihn typischen, eher schweigsamen Abreise wird mir wieder die Endlichkeit von allem bewusst.

August.
WACKEN!
(MUss ich ja ncihts zu sagen, gell?)
Die Tage gehen viel zu schnell vorbei. Alles flieht durch meine Finger und am 23. verlasse ich mit schwitzenden Haenden und von Nervoesitaet zu Uebelkeit gereizt meine Heimat.

September
Die Schule beginnt, ich lerne erste Leute kennen, schliesse erste Freundschaften.

Oktober.
GWAR Konzert, sonst nix.

November.
Ich habe mich eingelebt, bin einigermassen zufrieden mit der Situation, soweit wie ich das eben sein kann.

Dezember.
Die letzten Schultage laufen aus. Weihnachten kommt, geht und was bleibt ist heute.

Und was mache ich heute? Nichts. Absolut nichts.
Gar nichts.
Kein Feiern.
Keine Boeller.
Nichts.
Waehrend in Deutschland alle bereits im Dilirium liegen und/oder sich die Haende wegsprengen sitze ich hier und blogge.
Scheisse.

mfg
Ich

Kommentare:

Sören hat gesagt…

Deutlich fröhlicher als meine Variante ausgefallen wäre. Wohl durchaus kein schlechtes Jahr für dich. Dass miese Erinnerungen sich in den Vordergrund drängeln is ja loggisch

Anonym hat gesagt…

Hey, das die Amerikaner keinen Sinn fuer Silvester haben kann ich nur bestaetigen! Fand das damals auch einfach nur enttaeuschend! Ich fuehle mit dir, Cassiopeia

SM hat gesagt…

hey doud, übernimm doch nicht die mir eigene deprie-laune!
Du bist toll, ich bin froh dich kennen gelernt zu haben und ob du feierst oder nicht sagt doch nix über die beliebtheit deiner person aus!
fühl dich lieb geknuddelt
ldh sm